Sonntag, 20. März 2011

MIRAL - Filmkritik

Jede Woche gibt es hier bei uns im Kino einen neuen ArtHouse Film. Den einzigen Film für den es sich wirklich lohnt ins Kino zu gehen. Meistens zumindest - at least most of the time. Da werden Filme aus aller Welt gezeigt. They show movies from all over the world. Hauptsächlich deutsche, wenn wir schon in Deutschland sind. Man kann sie allerdings erst ca. ein halbes Jahr später im ArtHouse hier  sehen. Lohnt sich auch leider nicht in so einer kleinen Stadt/small town, wo alle nur ins Kino rennen, wenn Sneak Preview oder eine riesige Blockbuster Produktion mit vielen Explosionen/blasts auf dem Programm steht. Mein letzter ArtHouse Film war also MIRAL, über den es eine Menge zu sagen gibt, wenn man sich auskennt. 

Miral (Freida Pinto, "Slumdog Millionär") ist ein Mädchen pakistanischer Abstammung/parentage die in Israel geboren wurde. Sie ist schlau, beliebt und geht auf ein Mädcheninternat das von der bekannten und warmherzigen - known and warmhearted - Hind Husseini (Hiam Abbass) geleitet wird. Hind ihre Geschichte, wie sie das Mädcheninternat für Kriegswaisen eingerichtet hat, wird als erstes erzählt. Darauf folt die Geschichte von Mirals Mutter Nadia (Yasmine Al Masri), die aus ihrem traumatisierenden Elternhaus abhaut - who split with her traumatising childhood home - und als Prostituierte schließlich im Gefängnis landet. Bald darauf lernt sie Mirals Vater kennen und heiratet ihn, kommt von ihrer Alkoholsucht/alcohol addiction und der Prostitution aber nicht los sieht keinen anderen Ausweg als den Selbstmord/suicide. Mirals Vater bringt sie in das Mädcheninternat/girl's boarding school wo sie mit 17 anfängt sich politisch gegen die Israelis zu engagieren. Sie saugt den Hass gegen die israelische Besatzung förmlich auf und verliebt sich in einen PLO-Anhänger, wird festgenommen, weil sie beim verteilen von Flugblättern erwischt wurde und im Gefängnis/prison von den Amis gefoltert/tortured. Doch sie kommt frei, versteckt/hides sich bei ihrer Tante und lernt eine Israelin kennen - gets to know a n isreali woman - mit der sie sich anfreundet und einen neuen Blick auf die Geschehenisse und die Welt bekommt. Der Film endet mit dem Friedensabkommen/piece agreement zwischen den beiden Völkern der bis heute noch nicht durchgesetzt wurde.

Der Film ist schön anzuschauen und die Geschichten der drei Frauen werden gefühlvoll erzählt, doch der Nahost Konflikt/middle east conflict ist ein heikles Thema und wird nur am Rande aufgegriffen. Es ist kein umfassender Film über den Konflikt zwischen Israel und Palästina, es ist ein Film über drei Frauen die versuchen ihren Weg zu finden, das Richtige zu tun, zu lieben, scheitern oder weitermachen - the movie is about three women, who try to find their way, do the rightfully thing, to love, to fail or to carry on. Es ist das was das Leben meiner Meinung nach wirklich ausmacht, der Kampf mit sich selbst. Abgesehen davon lässt der Film einiges zu wünschen übrig. Die Szenen sind eher bruchstückhaft/fragmented und drei verschiedene Lebensgeschichten sind zu viel um sie in 112 min. richtig erzählt zu werden. Doch nicht nur die Regie  von Julian Schnabel scheint oberflächlich/superficial, auch das Script reist mich einfach nicht mit. Diese zwei Dinge sind so essentiell das ein Film auch nicht besser wird trotz guter Leistung/perfomance der Darsteller. Allesamt liefern die Schauspieler gute Emotionen, nur bei der Titelheldin Freida Punto bleibt die Leidenschaft/passion im Sumpf stecken. Ich konnte schon in Slumdog Millionär nicht allzu viel mit ihr anfangen, aber hier bekam sie viel mehr Szenen, die sie viel besser versauen/cock up konnte. Schade! Bummer! Aber dennoch ein netter Film, wenn  auch nicht weltbewegend.

Hier für euch der Trailer:





Wort des Tages: crying shame - ein Jammer

Bibelvers des Tages: Mt 5, 4
"Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden."




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